Weitere Informationen über Sikkim
Völker
So farbenfroh wie das Land, so offen und warmherzig sind Sikkims Menschen. Die Ureinwohner sind die Lepchas mit mongolischer und burmesischer Abstammung. In ihrer Sprache nennen sie sich ‚Muntanchi’: die liebevollsten Menschen der Mutter Erde. Die ab dem 9. Jahrhundert aus Tibet eingewanderten Bhotias gelten als Sikkims zweitälteste Volksgruppe. Sie brachten den tibetischen Mahayana-Buddhismus ins Land und schlossen mit den Lepchas einen Bruderschaftsbund. Im vorletzten Jahrhundert wanderten viele Nepalesen nach Sikkim ein. Sie brachten unter anderem das Wissen über den Reis- und Kardamomanbau mit.
Nahrung
In den terrassierten Feldern Sikkims werden Reis, Mais, Kartoffeln und Hirse angebaut. Der Anbau erfolgt von Hand oder mithilfe von Ochsen gezogener Holzpflüge. Mandarinen, Äpfel, Papaya und Bananen tragen zur Früchtevielfalt von Sikkim bei. Schwarzer Kardamom, Tee, Mandarinen und Ingwer gehören zu den Hauptexportgütern. Reis ist Grundnahrungsmittel. Daneben sind tibetische Nudel-Gerichte, Fleischtäschchen (Momos) sowie die indische und chinesische Küche weit verbreitet. Eine Besonderheit der sikkimischen Küche sind Gerichte aus Brennnesseln, fermentiertem Blattgemüse und Orchideen.
Religionen : Buddhismus, Schamanismus & Hinduismus
Bis heute hat sich Sikkim seine tiefen Wurzeln des tibetischen Buddhismus erhalten. Der Mahayana-Buddhismus ist Staatsreligion. Zahlreiche Klöster zieren den Bergstaat. Klösterliche Mystik, in rot gehüllte Mönche, flatternde Gebetsfahnen und drehende Gebetsmühlen prägen das Bild des Landes. Mehr im Verborgenen spielt sich der Schamanismus der Lepchas und verschiedener Völker Nepals ab.
Botanik
Sikkim ist ein botanisches Wunderland mit schneebedeckten Bergspitzen, Bergseen, Flüssen, natürlichen Thermalquellen, Misch- und Nadelwäldern, Farnen, Bambus und mehr als 4000 Pflanzenspezies. Über 600 Orchideenarten und blühende Rhododendronwälder verbreiten ein unvergessliches Spektakel an Farben und Düften.
Bergwelt
Viele Gipfel in Sikkims fantastischer Bergwelt erreichen Höhen von über 7000 m. Seit kurzem sind einige Gipfel zwischen 5500 und 6000 m auch zur Besteigung geöffnet.
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